Main-Spitze berichtet: Start-up der Hochschule RheinMain erhält EXIST-Gründungsstipendium

Die regionale Tageszeitung Main-Spitze stellt IDA Health, unsere Mission und die Förderung durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vor.

Gründerteam bespricht Start-up-Projekt an der Hochschule

Die Regionalzeitung Main-Spitze hat in einem ausführlichen redaktionellen Bericht über IDA Health, unsere Entstehungsgeschichte und die Förderung durch das begehrte EXIST-Gründungsstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie berichtet. Der Artikel von Felix Krauser beleuchtet, wie aus einer persönlichen Erfahrung mit langen Wartezeiten auf psychologische Hilfe eine konkrete Gründungsidee entstand – und welchen Weg IDA Health seitdem gegangen ist.

Von der Wartezimmererfahrung zur Gründung

Die Gründungsidee von IDA Health entstand nicht im Hörsaal, sondern im Wartezimmer. Unser Gründer Wilfried Njoya Talimeta hatte selbst erlebt, wie frustrierend lange Wartezeiten auf psychologische Unterstützung sein können – zwischen sechs Monaten und bis zu drei Jahren. Aus dieser persönlichen Betroffenheit entstand zunächst Neugier, dann ein erster Prototyp im Rahmen eines KI-Projekts für das Masterstudium in Angewandter Künstlicher Intelligenz, und schließlich ein vollständiges Geschäftsmodell.

„Das war ein prägender Moment. Beschäftigt hat mich vor allem die Frage, was in akuten Fällen geschehe." – Wilfried Njoya Talimeta, Gründer IDA Health, zitiert in der Main-Spitze

Was IDA Health leistet

Kern der Plattform sind KI-gestützte Assistenten und konfigurierbare KI-Agenten, die strukturierte Vor- und Nachgespräche führen, Anamnese, Symptome und Vorgeschichte erheben und standardisierte Zusammenfassungen für Fachkräfte erstellen. Laut Main-Spitze kann dies bis zu 50 Prozent Zeitersparnis für Praxen bedeuten. Ein integriertes Übersetzungssystem in 15 Sprachen ermöglicht darüber hinaus, auch Menschen mit Sprachbarrieren oder Migrationshintergrund zu erreichen.

Das EXIST-Gründungsstipendium des Bundesministeriums

Für die Weiterentwicklung erhält IDA Health das EXIST-Gründungsstipendium des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie – eines der begehrtesten Förderprogramme für technologieorientierte Hochschulgründungen in Deutschland. Für die Hochschule RheinMain ist es das erste EXIST-Stipendium seit 2020. Vizepräsident Andreas Brensing sprach von einer wichtigen finanziellen Grundlage. Die Förderung umfasst monatliche Lebenshaltungskosten für das Gründerteam, Sachmittel sowie Beratungsleistungen und beläuft sich insgesamt auf rund 120.000 Euro.

Erste Praxen, Wartelisten und Wachstumspläne

Zum Zeitpunkt des Erscheinens des Artikels hatten bereits erste Praxen den Prototyp getestet. Sieben Absichtserklärungen lagen vor, rund 30 Praxen und Kliniken standen auf einer Warteliste. Langfristig plant IDA Health den Rollout zunächst in Deutschland, dann in Österreich und der Schweiz und schließlich europaweit. Die bisherige Web-App soll zu einer vollwertigen Applikation ausgebaut werden.

Gründer Wilfried Njoya Talimeta – der 2016 aus Kamerun nach Rüsselsheim kam, dort an der Hochschule RheinMain Elektro- und Luftfahrttechnik studierte und später seinen Master in Angewandter KI absolvierte – möchte das Unternehmen wenn möglich in Rüsselsheim ansiedeln: „Ich habe der Stadt viel zu verdanken." Eine Aussage, die exemplarisch für die Werte steht, die IDA Health antreiben: persönliche Verantwortung, gesellschaftliche Wirkung und die Überzeugung, dass bessere Versorgung möglich ist.

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